Das Papyrus Autor 1x1 ist umgezogen:
http://papyrus.scherbenlaender.de/

Hier werden in loser Folge Tipps zum "Wie-geht-was?" in Papyrus Autor 7 eingestellt.

Papyrus Monstereelen

(Screenshot Projekt Monsterseelen)

3 Kommentare

Es ist gerade einen Tag her, dass ich angefangen habe Screenshots zu einigen Tipps im Umgang mit Papyrus Autor auf Facebook zu posten. Mein geschätzter Kollege Jeamy Lee hatte die Idee, das Ganze über WordPress zu machen und kurzerhand eine Seite eingerichtet. Vielen Dank dafür. Die Vorteile liegen auf der Hand: es gibt Dinge die sich nicht in einem Screenshot abbilden lassen, schnell waren es 2 oder 3 Bilder. Es können mehrere Leute an Beiträgen arbeiten. Man ist nicht auf Facebook beschränkt.

Wir gehören beide zu einer wachsenden Gemeinde von Papyrus Autor Benutzern. Ich möchte mein in mittlerweile 2 Jahren erworbenes Wissen gern mit anderen teilen. Erst neulich kam die Frage wie man die von Word ersetzten Gänsefüßchen wieder in die, aus Büchern bekannten, französischen Anführungszeichen verwandeln kann, ohne sie manuell zu ersetzen. Darüber kann ein Nutzer von Papyrus eigentlich nur müde lächeln.

Ich habe auch gemerkt, wie Papyrus mich "erzieht" andere Herangehensweisen an das Schreiben zu entwickeln. Früher habe ich einfach drauflos geschrieben, hinterher wieder die Hälfte gelöscht usw.

Heute plane ich mehr. Ich schreibe zwar weniger Worte, aber dafür sitzen sie besser und ich bin zufriedener mit dem Ergebnis.

In diesem ersten Workshop möchte ich zeigen, wie man mit Papyrus ein neues Projekt und eine erste Kapitel-Struktur erstellt. Letzteres mache ich über eine neue Funktion von Papyrus Autor 7 direkt aus dem Navigator heraus.

Zunächst erstelle ich aber ein neues Projekt. Dabei kann man nun auswählen, ob man auch Notiz-Dokumente und Recherche- oder Figuren-Datenbanken dazu haben möchte.

(Bild 1 - Neues Projekt erstellen)

WP001 Neues Projekt

Vor der Version 7 hat Papyrus noch 2 Dokumente erstellt: "Muss noch passieren" und "Beim Überarbeiten beachten". Das kann man immer noch machen, wenn man den Haken an "mit Notiz-Dokumenten" aktiviert. Es gibt aber jetzt eine Funktion, die sich "Geistertext" nennt und ein- bzw. ausgeblendet werden kann. Damit kann man sich Notizen oder ganze Kapitel erstellen, die im fertigen Buch nicht exportiert werden.

Das neue Projekt ist mit einigen Informationen ausgestattet (wie der Titel), der aus den Dokument-Eigenschaften genommen wird. Diese sollte man auch dort eintragen, wenn man die Querverweise nicht löschen möchte.

(Bild 2 - Dokumenteigenschaften bearbeiten)

WP002 Titel usw

Ich schreibe jetzt auf einer DIN A4 Seite, was mir nicht so recht gefällt. Ich habe mir angewöhnt, "direkt im Buch" zu schreiben. Ich habe so einen guten Überblick über den Umfang und über das Aussehen im fertigen Taschenbuch. Wenn der Blocksatz mir zu große Lücken reißt, oder die letzte Seite eines Kapitels nur ein Wort enthält, dann kann ich nachjustieren.

Ich habe mir ein Buchformat von Createspace ausgesucht (6x9") und die Maße als Papierformat angelegt. Mit etwas Tüfteln habe ich mir die Seitenränder und Schriftgröße so eingestellt, dass ich ziemlich dicht an eine Normseite (60 Zeichen x 30 Zeilen) heran komme.
Im Reiter "Dokument" sind auch das "Seitenlayout" und die "Papiereinstellungen"

(Bild 3 - Seitenlayout und Papiereinstellungen)

WP003 Seite Einrichten

Beim Erstellen des neuen Projekts werden verknüpfte Dokumente, wie Datenbanken und Notiz-Dokumente automatisch mit geöffnet (Standardeinstellung). Wer den Haken deaktiviert hat, oder ein bereits existierendes Dokument nun mit Papyrus bearbeiten möchte, kann das in den Dokumenteinstellungen nachträglich machen.

(Bild 4 - Verknüpfte Dokumente mit Hauptdokument öffnen)

WP004 Verknüpfte Dokumente

Darüber findet man die Datenbankverknüpfungen (Damit deren Inhalt auch von Papyrus verwendet wird) für die Recherche und die "HyperOffice Links". Die sind interessant um später Charaktere der Geschichte mit den Datensätzen in der Figuren DB zu verknüpfen. Ein Doppelklick auf einen solchen Namen im Text führt dann in die Datenbank.

(Bild 5 - Datenbanken mit dem Text verknüpfen)

WP009 Datenbankverknüpfung

Nachdem wir die Grundeinstellungen vorgenommen haben, liegt eine weiße Buchseite vor uns. Jetzt wird es ernst. Jetzt kommt der Navigator ins Spiel. In meinem ersten Buch kam der noch gar nicht zum Einsatz, wurde aber mit jedem Projekt wichtiger. Mit einer sorgfältigen Planung ist es eine Sache von Sekunden, die genaue Stelle in einem Buch zu finden, die man sucht. CAD-Zeichner, denen parametrische Konstruktionsprogramme wie "Solid Works" oder "Autodesk Inventor" ein Begriff sind, wird vielleicht etwas bekannt vorkommen.
Anschalten und Ausschalten kann man den Navigator in der linken, unteren Ecke mit dem Symbol der Kompassrose.

(Bild 6 - Der Navigator)

WP005 Der Navigator

Mit Papyrus 7 gibt es eine neue Möglichkeit Kapitel und Szenen direkt im Navigator anzulegen. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste ins Navigatorfenster und wählt "Neues Kapitel" (davor/dahinter).

(Bild 7 - Kapitel einfügen)

WP006 Kapitel anlegen

Jetzt ist es an der Zeit noch ein paar Szenen in unsere Kapitel einzufügen.

(Bild 8 - Szenentitel einfügen)

WP007 Neue Szene anlegen

(Bild 9 - Dem Kind einen Namen geben)

WP008 erstes Plotten

Damit steht den ersten Sätzen unserer Geschichte nichts mehr im Wege.
In älteren Versionen von Papyrus funktioniert es im Prinzip ähnlich, nur das man die Formatierung der Kapitel mit Überschrift 2 (braucht man für Neobooks) vornimmt, und die Szenentitel mit einem Rechtsklick im Text positionieren kann. Sie werden dann automatisch in den Navigator übertragen.

In den nächsten Beiträgen wird es dann um die "Figuren DB" und den "Zeitstrahl" gehen, mit dem man seine Planung noch wesentlich verfeinern kann.

Ein kleiner Beitrag bevor es weitergeht.

Ein guter Weg, um den Fortschritt festzuhalten und den inneren Schweinehund zu überwinden ist die Dokument-Zielvorgabe. Hier kann man sich Ziele setzen, entweder Gesamt oder für den Tag. Wenn man für einen Verlag schreibt und eine Deadline bekommen hat, kann man sich vor Ablauf der Frist warnen lassen.

(Bild 1 - Die Zielvorgabe)

WP010 Dokument Zielvorgabe

(Bild 2 - Einstellungen vornehmen)

WP011 Zielvorgabe Einstellungen

Die Einstellungen, die man hier vornimmt, erscheinen unten in der Statusleiste rechts neben den Icons für die Korrektur und Stilanalyse.

WP012 Fortschritt

Im Beispieldokument  sind die Wortanzahl, die Fortschrittsanzeige mit grünen Balken und die verbleibende Zeit bis zum Abgabetermin angezeigt.

Anders als gewöhnliche Textverarbeitungsprogramme, setzt Papyrus auf die Dinge, die ein Autor braucht und nicht, um einen Brief an die Versicherung zu schreiben.

Zu einer guten Story gehören starke Charaktere und um die möglichst plastisch gestalten zu können, gibt es die Figuren Datenbank. Hier kann man seinen Charakteren körperliche Merkmale verpassen. Ist er blond oder brünett, groß oder klein? Wenn die Eigenschaften festgelegt sind, fehlt noch die Verbindung mit dem Text und so wird es gemacht:

Ich habe hier mein Textfenster verkleinert, um auch die Liste der Datenbank anzeigen zu können. Natürlich kann sie auch im Hintergrund laufen. Bei der Projekterstellung wird in der Datenbank ein Köhler namens "Boppo" als Beispiel abgelegt. Bei den Gegenstands und Orte Datenbanken gibt es dann noch eine Handaxt und eine Köhlerei (später noch im Navigator enthalten) Boppo habe ich gelöscht und stattdessen den Zeugen "Paul Schmidt" erstellt.

(Bild 1 - Die Figuren DB)

WP013 Figuren DB

 

Ein Klick auf "Neu" legt einen neuen Datensatz an. Wenn man ein paar Angaben gemacht hat, kann man schon auf "Setzen" klicken und den Charakter anlegen. Es ist nicht nötig sich gleich in allen Einzelheiten den Kopf zu zerbrechen.

(Bild 2 - Das Eingabefenster der Figuren DB)

WP014 Charakter Fenster

 

Nun haben wir unseren Paul in der Datenbank, aber wir wollen ihn ja auch mit unserem Text verbinden. Dazu klicken wir zunächst mit der rechten Maustaste im Navigator und wählen "Navigator-Optionen" und dort den Reiter "Figuren". Alle Figuren, die mir unserem Dokument verknüpft werden sollen, sollten angeklickt und mit einem grünen Häkchen versehen werden.

(Bild 3 - Navigator Optionen)

WP015 Navigator Optionen

 

Nun öffnen wir ein zweites Optionen-Menu am unteren Ende des Navigators (der kleine Pfeil unten rechts) und wieder die Figuren-Abteilung.

(Bild 4 - Charaktere verlinken)

WP016 Charaktere im Text verknüpfen

Mit "Aktualisieren" kann der Text mit der Datenbank abgeglichen werden. Paul erscheint nun in türkiser Farbe und mit einem Doppelklick auf seinen Namen springt man wieder in die Datenbank.

(Bild 5 - Das Ergebnis: Der HyperOffice Link)

WP017 HyperOffice Link

 

Zum Schluss sollen die Charaktere auch im Navigator aufgeführt und die Anzahl ihres Erscheinens in einem Kapitel angezeigt werden. Dafür noch einmal einen Rechtsklick im Navigator und die Optionen aufrufen.

(Bild 6 - Noch ein paar Anpassungen)

WP018 Optionen erweitern

Ich setze eine paar Häkchen an Dinge, die ich gern im Navigator sehen will. Wie die Anzahl der "Charakterauftritte" und die Wörteranzahl.

 

Papyrus bietet mehrere Möglichkeiten, um den Überblick zu bewahren. Besonders komfortabel ist das, wenn der Text durch mehrere Hände (z.B. eines Lektoren) geht.

Zur Verdeutlichung nehme ich wieder den Beispielkrimi aus den vorherigen Beiträgen und führe ihn ein wenig fort. Zunächst schalte ich mal die Änderungsverfolgung ein, die ich auch verwende, wenn ich Texte von anderen Autoren bearbeite.

(Bild 1 - Änderungsverfolgung)

WP019 Änderungsverfolgung

 

Da habe ich doch zweimal "erkennen" dicht beieinander verwendet. Selbst wenn man ein Wort nur zweimal in einem Text hat, kann man ziemlich sicher sein, dass sie dicht aufeinander folgen. Mal schauen, was es noch für Möglichkeiten gibt.

(Bild 2 - Synonyme anzeigen)

WP020 Synonym

 

Nun schlägt die Änderungsverfolgung zu. Hinzugefügter Text wird grün dargestellt, gelöschter kommt in eine rote Sprechblase. Die sogenannte Mumie.

(Bild 3 - Textänderung mit Verfolgung)

WP021 geänderter Text

 
Ich sehe auch, das Papyrus mir eine rote Linie im letzten Satz anzeigt. Wenn man mit der Maus darüber fährt steht im Tooltip (Die kleine Fahne am Mauspfeil), dass der Satz aus 36 Wörtern besteht.

(Bild 4 - Satz zu lang)

WP022 Zu langer Satz

 

Es soll ja eigentlich eine schnelle Szene sein, da eignen sich kurze Sätze besser. Ich denke, das Komma vor "dann" Könnte man auch mit einem Punkt ersetzen.

(Bild 5 - Satz aufteilen)

WP023 Kommentar

 

Der Autor kann in diesem Beispiel gut sehen, was der Lektor für Anmerkungen und Änderungen vorschlägt. Mit einem Rechtsklick auf eine Mumie, kann man diese auch wiederherstellen.

(Bild 6 - Mumien wiederherstellen)

WP024 Mumie wiederherstellen

 

Man kann sich im Dokumentmenu mit einem "Sprung zur nächsten markierten Änderung" durch die Änderungen schalten.

(Bild 7 - Sprung zu nächsten markierten Änderung)

WP025 Sprung zur nächsten Änderung

 

Ich klicke jetzt in den letzten (grünen) Satz, der als Einfügung behandelt wird und übernehme sie.

(Bild 8 - Einfügung übernehmen)

WP026 Einfügen übernehmen

 

Wenn man mit den gemachten Änderungen einverstanden ist, kann man auch "alle Änderungen annehmen" (oder ablehnen).

(Bild 9 - Alle Änderungen übernehmen)

WP027 Alle Änderungen übernehmen

 

Damit werden alle Mumien gelöscht und alle Einfügungen übernommen.

Während ich die Szene weiter schreibe, will ich mir eine Notiz machen, das ich etwas recherchieren möchte. Entweder hat man das früher mit einem "Sticky" gemacht und den in den Text oder aufs Klemmbrett (Immer im Blick) geklebt, oder in eines der früher angelegten Notizdokumente geschrieben. Ich benutze jetzt mal den neuen "Geistertext"

(Bild 10 - Geistertext anlegen)

WP027 Geistertext einfügen

 

Ein Klick auf das Gespenst in der Symbolleiste und schon schreibt man einen grauen Text. Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass man auch das letzte Enter zu "vergeistigen", damit keine Leerzeile beim Ausblenden entsteht. Wenn man den Text im Nachhinein markiert und in Geistertext wandelt, wird das abschließende Enter nicht in die Auswahl übernommen.

Im Menu Bearbeiten -> Speziell kann man Geistertext ein- und ausblenden.

(Bild 11 - Geistertext ausblenden)

WP028 Geistertext ausblenden

 

So sieht es dann im Text aus:

(Bild 12 - Das Ergebnis)

WP029 Ergebnis

Das Einfügen neuer Kapitel über den Navigator ist ja kinderleicht. Allerdings gibt es für die Überschriften ein neues Format, das sich "Kapitel" nennt. Voreingestellt ist hier Arial als Schriftart, die ich aus Platzgründen nicht benutze und die mir auch nicht so gut gefällt, wie eine Serifen Schriftart. Wie schon erwähnt, benutze ich "Times New Roman" in der Schriftgröße 12, um mit meinen Papiereinstellungen dicht an eine Normseite heran zu kommen.

Zunächst will ich die Schriftart der bereits eingefügten Kapitel ändern. Das mache ich mit dem mächtigen "Zeichensatz"-Werkzeug.

(Bild 1 - der Zeichensatz)

WP030 Zeichensatz

 

Damit ist es möglich, ganz gezielt Textelemente auszuwählen und zu markieren.

(Bild 2 - Arial 14 markieren)

WP031 Arial14 markieren

 

Ich setze Häkchen neben der Schriftart und der Größe und wähle die anderen ab. Es sollen also alle Stellen im Text der Schrift Arial UND Größe 14 ausgewählt werden.
Anschließend klicke ich auf Markieren. Alle Überschriften sind jetzt blau hinterlegt. Dazwischen liegen die "Szenentitel". Welche Textverarbeitung kann das noch?

Die Größe möchte ich behalten, aber in Times und Fett & Kursiv. Dazu mache ich jetzt noch den Haken an den Textstil. Wenn alle Einstellungen vorgenommen wurden, mit "Anwenden" die Änderungen durchführen.

(Bild 3 - In kursive Überschrift wandeln)

WP032 In Kursive Überschrift wandeln

 

Mit den Szenentiteln verfahren wir so ähnlich.

(Bild 4 - Arial 12 in Times ändern)

WP033 Arial12 in Times ändern

 

(Bild 5 - Das Ergebnis)

WP034 Ergebnis

 

Damit neue Kapitel gleich in Times mit den Einstellungen, die ich vorgenommen habe, vom Navigator erzeugt wird. Ändere ich nun das Format "Kapitel" in der Formatvorlage.

Tipp: Den Cursor in den Text stellen, dessen Format geändert werden soll, stellt die Formatvolage darauf ein.

 

(Bild 6 - Die Formatvolage)

WP035 Formatvorlage

 

Es ist möglich, bestehende Formate im gerade verwendeten Dokument anzupassen (lokal), oder es gleich für alle Dokumente einzurichten (global). Wenn man seine Vorlieben gefunden hat, ist es natürlich sinnvoll, die Einstellungen im nächsten Dokument wieder zu verwenden. Ich mache einen Haken an "in allen Dokumenten verfügbar (global)" und klicke auf den Schriftstil. Nun öffnet sich ein ähnliches Fenster, wie der Zeichenssatz, wo die gewünschten Einstellungen vorgenommen werden können.

(Bild 7 - Kapitelüberschrift anpassen 1)

WP036 Kapitelüberschrift anpassen

 

(Bild 8 - Kapitelüberschrift anpassen 2)

WP037 Kapitelüberschrift anpassen 2

 

Ich weiß zwar, dass Papyrus Kapitel in der Voreinstellung <h2> zuordnet und bei der Projekterstellung habe ich "Mit Inhaltsverzeichnis" ausgewählt, aber ich überprüfe es noch einmal.

(Bild 9 - Inhaltsverzeichniseinstellungen)

WP038 Inhaltsverzeichnis

 

Wie erwartet sind die Haken gesetzt. Damit wird das Format im Inhaltsverzeichnis berücksichtigt. Nummerierungen möchte ich nicht in meinem Roman, das ist eher was für ein Sachbuch. Da kann man dann auch über ein hierarchisch gegliedertes Inhaltsverzeichnis nachdenken.

Schauen wir uns zuletzt die Einstellungen für das HTML (für direkten Export, oder als epub bzw. Mobi).

(Bild 10 - HTML Einstellungen)

WP039 HTML

 

Der HTML-Tag ist Titel 2 <h2> wie erwartet.
Dazu noch eine kleine Anmerkung zu Neobooks. Wenn statt <h2> z.B. <h1> ausgewählt wurde, wird keine Kapitelstruktur beim Doc-Import gefunden. Dann muss man die Kapitel entweder einzeln  im Editor von Neobooks anlegen, oder sein Dokument ändern, was allerdings wesentlich schneller geht (Man muss das halt nur erst mal wissen ...)

Bei der Szenenerzeugung im Navigator ist mir aufgefallen, dass die Formatvolage nicht korrekt übernommen wird. Wenn ich vorher ein Kapitel erzeugt habe, erscheint auch der nachfolgende >>> Szeneninhalt <<< in Times 14 fett/kursiv. Ändere ich die Schrift in Times Regular 12, dann wird auch eine neue Szene dahinter in diesen Einstellungen übernommen. Beim voreingestellten Arial wechselte Papyrus noch automatisch von 14 auf 12 und umgekehrt.

Ich komme jetzt zum Thema, das die umfangreichste Neuerung in Papyrus 7 ist und wohl jedem Benutzer unter den Nägeln brennt: Der Zeitstrahl.

Anhand des Krimis aus den vorigen Beiträgen werde ich die Zeit "verwalten" in der die Szenen und Kapitel spielen sollen und mache neben dem Hauptstrang noch 2 Nebenstränge auf, die dem Kommissar und seinen Gedanken vorbehalten sein soll, sowie dem Täter und seinen Versuchen, die Spuren zu verwischen.

(Bild 1 - Der Zeitstrahl)

WP040 Zeitstrahl Icon

 

Das Zeitstrahlfenster kann über folgende Möglichkeiten erreicht werden:

1. Über das Uhrensymbol in der Symbolleiste
2. In den Navigator-Optionen im Reiter "Zeitstrahl" oder
3. Direkt im Navigator über einen Rechtsklick im Kontextmenü

Es öffnet sich ein Fenster in dem die Kapitel und Szenen automatisch angeordnet werden (1 Tag pro Kapitel und die Szenen darin gleichmäßig verteilt.

(Bild 2 - Das Zeitstrahlfenster)

WP041 Das Zeitstrahlfenster

 

Zunächst möchte ich mir weitere Handlungsstränge einrichten. Dazu mache ich einen Rechtsklick im weißen (freien) Bereich und wähle Handlungsstränge anzeigen -> Handlungsstränge ...

(Bild 3 - Handlungsstränge anlegen)

WP042 Handlungstränge anlegen

Im nächsten Fenster kann man die Handlungstränge verwalten. Mit dem + lege ich einen Neuen an.

(Bild 4 - Handlungsstrang "Kommissar Schnüffels Kombinationen" anlegen)

WP043 Kommisar Schnüffels Kombinationen

 

Ich mache noch einen Strang für den Täter. Jetzt habe ich 3 Zeitstränge im Zeitstrahl. Die Szene "Ein wichtiges Indiz" weise ich dem Kommissar zu (Klick auf die Szene und nach unten ziehen). Das dritte Kapitel will ich komplett dem Täter widmen und ziehe es in seinen Handlungsstrang.

(Bild 5 - Kapitel und Szenenzuweisung)

WP044 Szenen und Kapitelzuweisung

 

Ich habe mir angewöhnt, Kapitel blau zu färben und Szenen grün. Die Standardeinstellung ist Grün für Kapitel und gelb für Szenen.

(Bild 6 - Den Startzeitpunkt festlegen)

WP045 Zeitraum erstes Kapitel festlegen

 

Jetzt ist es an der Zeit, die Zeiträume festzulegen. Das Kapitel "Der Mord im Parkhaus" ist ein kurzer Zeitraum am 03.07.2013 von 15.13 Uhr bis 17.30.  Auffällig dabei ist, das die nachfolgenden Szenen vom Zeitraum angepasst werden und sehr weit aus einander gezogen werden. Sie sind noch nicht festgelegt und nehmen vermutlich die Daten aus der Zeitleiste bezogen auf ihre Position zum jetzt eingestellten ersten Zeitpunkt ein. Man kann die Zeiträume nämlich auch im Fenster des Zeitstrahls mit der Maus ziehen, verschieben oder vergrößern/verkleinern. Ich benutze hier die Methode der Eingabe der Daten im Fenster des Navigators.

(Bild 7 - Die restlichen Zeiten der ersten zwei Kapitel bestimmen)

WP046 Szenenzeiten bestimmen

 

Wenn ich mir jetzt die Positionierung im Zeitstrahl anschaue, Dann überschneiden sich die ersten beiden Kapitel. Der Kommissar erscheint etwas später und bleibt eine Viertelstunde länger, weil er noch eine Entdeckung macht.

(Bild 8 - Positionierung im Zeitstrahl)

WP047 Die Zuordnungen im Zeitstrahl

 

Wenn die Zeiträume zu klein sein sollten, dann ist es möglich auf einzelne Elemente zu zoomen. Das kann ein Kapitel, oder eine Szene sein.

(Bild 9-12 - Auf Kapitel zoomen)

WP048 Auf Kapitel zoomen

WP049 Kapitelzoom

WP050 Szenenzoom

WP051 Zeitleiste

Die Zeit in der Leiste oben hat sich geändert wobei 13.00 jetzt Minute 13 bedeutet.

Langsam wird es etwas unübersichtlich im Navigator. Ich färbe die Kapitel Blau und die Szenen grün. Alternativ kann man den Zeitstrahl färben und in den Navigator Optionen die Zeitstrahl Farben in den Navigator übernehmen.

(Bild 13 - Farben zuordnen)

WP053 Farben zuordnen

 

Wenn man die Farben des Zeitstrahls übernimmt bekommen die Kapitel und Szenen die Farbe, dessen Zeitstrahl sie zugeordnet sind. Es ist also wieder einmal eine Geschmacksfrage.

(Bild 14 - Zeitstrahlfarben zuweisen)

WP054 Zeitstrahlfarbe

Im Navigator sieht es dann so aus (vorher vergebene Farben auf <keine Farbe> einstellen.

(Bild 15 - Zeitstrangfarben im Navigator)

WP054b Zeitstrahlfarben im Navigator

 

Die Szenen im Zeitstrahl sind jetzt sehr zusammenschrumpft und haben große Zeitlücken dazwischen. Jetzt verwende ich die Zeitspirale in der Fußleiste des Zeitstrahls, um Zeiträume zu dehnen und zu komprimieren. Die grüne Spirale wird rot und der Zeitstrahl grau hinterlegt, um zu verdeutlichen, dass man nun in einem anderen Modus des Zeitstrahls ist.

(Bild 16 & 17 - Der Zeitraffermodus)

WP055 Zeitstrahl übersichtlicher machen 1

WP056 Zeitstrahl übersichtlicher machen2

 

Jetzt lege ich einen Rahmen um die kurzen ersten beiden Kapitel (Startpunkt anklicken und mit gedrückter Maustaste aufziehen) und vergrößere den Bereich mit Alt+Mausrad.

Mit der Lücke und den anderen Kapiteln verfahre ich genauso und mache mir den Zeitstrahl etwas übersichtlicher. Die Leitleiste oben hat nun unterschiedliche Zeitangaben.

(Bild 18 & 19 - Den Zeitstrahl übersichtlicher machen)

WP057 Zeitstrahl übersichtlicher machen 3

WP058 Zeitstrahl übersichtlicher machen 4

Mit der Verwendung von Ereignissen und den Figuren (die im Zeitstrahl mit einem kleinen Kreis und dem Anfangsbuchstaben des Charakters dargestellt sind) kann man so den zeitlichen Ablauf seiner Geschichte genau im Blick behalten.

 

Datenbanken werden in Papyrus mit der Endung .pb (Papyrus Base) versehen.
Bei der Erstellung eines neuen Projektes werden (bei Bedarf) die "Figuren-Datenbank" und die "Literatur-Datenbank" (für die Recherche) angelegt. Hier wurden auch noch die Notiz-Dokumente "Muss noch passieren" und "Beim Überarbeiten beachten" erstellt.

(Bild 1 - Dateien, die mit dem Hauptdokument automatisch geöffnet werden)

WP059 Verknüpfte Dokumente

 

In der Figuren-Datenbank werden außerdem drei Tabellen angelegt, die "Figuren", "Dinge" und "Orte". Die Formulare (oder Eingabemasken) erhalten die Endung .pbf und werden gesondert in den "Hyperoffice-Links" verbunden.

(Bild 2 - Hyperoffice-Links)

WP060 Datenbanktabellen

 

Das wurde im Falle eines "neuen Projektes" jetzt alles automatisch von Papyrus vorgenommen und eignet sich besonders für Anfänger mit der Datenbank. So richtig wertvoll wird eine angelegte Datenbank natürlich, wenn sie in mehreren Büchern ihre Anwendung findet (Stichwort: Serien). Man stelle sich einmal vor, was das in einer Serie wie "Perry Rhodan" bedeuten könnte: Eine Multiautoren-Datenbank, in der jeder Autor seine Figuren einfügen und die Informationen abrufen/ergänzen kann.

Mit "Datenbank auswählen" kann man eine andere (vorhandene) Datenbank auswählen. Die Knöpfe Figuren/Literaturdatenbank anlegen, erzeugen neue Datenbanken. Wenn eine Datenbank geöffnet ist (Tabellenfenster) kann man das oberste Fenster zuordnen (Hier Literatur). So kann man im Nachhinein eine neue Tabelle anlegen und hier zuordnen.

In der FigurenDB sind im Reiter "Tabellen" die drei Tabellen angezeigt, aber nur die "Figuren" geöffnet. Wenn man Häkchen an die "Dinge" und "Orte" setzt, werden drei Fenster mit Tabellen geöffnet. Darin gibt es jeweils einen Beispieldatensatz mit eigenständigen Formularen innerhalb der Tabelle.
Bei Bedarf können weitere Tabellen angelegt, oder gelöscht werden.

(Bild 3 - Tabellen)

WP061 FigurenDB

 

Die Formulare (besonders der Figuren) lassen fast keine Wünsche offen. Im Papyrus-Ordner ist auch ein Ordner mit Beispieldatenbanken zu finden. Aber natürlich hat jeder Autor eigene Vorlieben und in meinem Fall sind das Bilder. Wenn ich eine gewisse Vorstellung von einer Figur habe (schwarze Haare, braune Augen, männlich usw.) starte ich ein gezieltes "Google-Casting" und suche mir meine "Schauspieler" zusammen, oder ich male mir selbst welche.
Also will ich das Formular für die Figuren um Felder für Bilder ergänzen.

(Bild 4 - Das Figuren-Formular)

WP062 Figurenmaske

 

Dazu gehe ich im Menupunkt "Datenbank" in die "Feldeigenschaften"

(Bild 5 - Feldeigenschaften 1)

WP063 Feldeigenschaften1

 

Hier sind nun alle Datenbankfelder mit dem jeweiligen Datentyp aufgeführt. Zur späteren Verknüpfung im Text, sollte man darauf achten, dass die relevanten Felder (hier "Name" und "weitere Namen") den Datentyp "Autolink-Namen" erhalten. Wann immer im Text der Inhalt eines dieser Felder gefunden wird, wird ein Link zum entsprechenden Datensatz erzeugt.

(Bild 6 - Feldeigenschaften 2)

WP064 Feldeigenschaften2

 

Ich gebe jetzt im Feldnamen "Bild1" ein und wähle den Dateityp "Bild (in externer Datei)". Darunter sind noch Einstellungen möglich, ob das Bild in den Rahmen eingepasst werden soll und ob es in ein Bilderverzeichnis im Datenbank-Ordner kopiert werden soll. In der Feldliste oben steht jetzt ein "erforderlich" beim Bild. Das will ich natürlich nicht. Vielleicht habe ich ja gar kein Bild, es soll ja nur eine Alternative sein.

(Bild 7 - Feldeigenschaften 3)

WP065 Feldeigenschaften3

 

Das kann ich im Reiter "Prüfung" ändern.

(Bild 8 - Feldeigenschaften "Prüfung")

WP066 Feldeigenschaften4

 

Hier den Haken vor "Eingabe ist zwingend erforderlich" entfernen. Der Haken unten bei "Feld automatisch zum Eingabeformular hinzufügen" sollte angewählt bleiben. Es sind auch Einstellung bis hin zu Rechenoperationen möglich, aber ich beschränke mich in diesem Beispiel auf diese Eingaben. Mit einem Klick auf "Tabelle anpassen", wird das Feld der Tabelle und das Feld dem Formular hinzugefügt. Ein zweites Fenster fragt mich, ob ich das Formular bearbeiten möchte. Klar will ich das.

(Bild 9 - Tabelle anpassen)

WP067 Feldeigenschaften5

Es öffnet sich das Formular im Bearbeitungsmodus, das genauso wie ein Papyrus-Dokument bearbeitet werden kann. Es sind grüne Hilfslinien zu sehen, die von den Linealen aus herausgezogen werden können und als Ankerpunkt für die Elemente fungieren.
Mein Bildfeld wurde unten hinzugefügt und besteht aus einem Beschriftungsfeld und einem einzeiligen Datenfeld.

(Bild 10 - Formular bearbeiten 1)

WP068 Formular bearbeiten1

 

Zunächst ändere ich unter "Dokument -> Papierformat" die Breite des Formulars, um am rechten Rand Bilder platzieren zu können.

(Bild 11 - Formular bearbeiten 2)

WP069 Formular bearbeiten2

 

Ich ändere die Breite von 170 auf 250 und ziehe mir noch eine Hilfslinie. Dann ordne ich das Beschriftungsfeld auf mittige Textausrichtung und mache das Datenfeld quadratisch.

(Bild 12 - Formular bearbeiten 3)

WP070 Formular bearbeiten3

 

In meiner Scherbenländer-Datenbank habe ich insgesamt vier Bildfenster (2 Große und 2 Kleine). Ein Klick auf "Neu" im Tabellenfenster legt einen neuen Datensatz an.

(Bild 13 - fertiges Formular)

WP071 Formular Scherbenländer

 

Im kleinen Navigator Menu (unten links) habe ich Figuren, Dinge und Orte mit als eigene Reiter angezeigt, das ist aber nicht nötig. In den Navigator Optionen (Rechtsklick im oberen Navigatorfenster) sind im Reiter "Figuren" meine Einträge in der Datenbank abgelegt. Voreinstellung ist ein rotes X vor den Namen, sie werden also bei der Erzeugung von Hyperoffice-Links nicht berücksichtigt. Unten kann man "Alle" oder "Keine" anklicken, oder eine beliebige Auswahl von Figuren mit Klick auf das X oder den grünen Haken neben dem Namen. Ich will Alles, damit ich jede Erwähnung einer Person oder eines Ortes im Auge behalten kann (türkis im Text). Die Links werden nicht vollautomatisch erzeugt, sondern müssen mit einem Klick auf "Aktualisieren" im unteren Navigatorfenster gesetzt werden. Die Anzeige im Navigatorteil oben ebenfalls mit Rechtsklick und "Navigator aktualisieren", fertig.

(Bild 14 - Navigatorzuweisungen)

WP072 Datenbankverknüpfung

Orte hatte ich bisher nicht auf dem Zettel und habe sie für meine Datenbank erst vor Kurzem hinzugefügt. Bei über 60 Orten, die es bisher gibt, lohnt sich der Aufwand aber durchaus.

(Bild 15 - Orte)

WP072 Orte

Hier habe ich auch die Vorlage beibehalten und nur die Felder "Land" und "Bevölkerung" hinzugefügt. Es sind bis zu vier Links möglich und vier externe Dateien, wo ich den Verwendungszweck noch nicht erforscht habe. Denkbar wären hier Bilder, Landkarten oder aber Videos oder MP3 mit landestypischer Musik. Bei mir läuft Papyrus in einer Windowsumgebung unter Linux, und Papyrus möchte natürlich auf Windowsprogramme zugreifen, die nicht installiert sind. Bei Texten funktioniert es aber tadellos, die werden dann im Windows-Notepad geladen.

Recherche ist eigentlich für jeden Autoren sinnvoll und wichtig. Wie die Ausprägung im fertigen Text aussieht ist vielfältig und natürlich von der Art des Textes abhängig. In der Belletristik reicht es vielleicht seine Quellen griffbereit zu haben, in Sachbüchern möchte man vielleicht diese Quellen zitieren. Die benötigten Informationen, um solche Textstellen hinterlegen zu können ist die Recherche Datenbank. Andere Autoren legen gleich ein eigenes Recherche Dokument an, um alle relevanten Textstellen hinein zu kopieren (so wie es auch im ersten Beispiel aussieht)

Papyrus bietet ein Plugin für den Firefox-Browser an, mit dem man bestimmte Informationen in die Datenbank übernehmen kann. Einiges muss natürlich noch mit der Hand nachgetragen werden, aber mit anderen Browsern ist es wesentlich mehr.

Die Einstellungen für die Recherche findet man in den Optionen. Hier kann man sowohl das Erscheinungsbild von Zitaten festlegen, als auch das Firefox-Plugin installieren (Wenn das nicht schon bei der Installation gemacht wurde). Firefox muss hinterher neu gestartet werden.

(Bild 1 - Recherche Optionen)

WP073 Recherche Optionen

 

Wenn alles geklappt hat, sollte oben rechts ein kleines grünes A im Browser-Fenster stehen. Surft man nun auf einer interessanten Seite, die Informationen für die Recherche enthält, kann man Text markieren und mittels Knopf an das oberste Papyrus Dokument gesendet werden.

(Bild 2 - Firefox Recherche)

WP074 Firefox Recherche-Addon

 

Papyrus fragt zunächst, ob die Recherche global oder im aktuellen Kapitel abgelegt werden soll und ob Rechercheinformationen mit übernommen werden sollen. Das sollte man in der Regel mit "Ja" beantworten. Der markierte Text wird nun mit Titel und URL im Navigator-Fenster abgelegt. Analog dazu wird die Recherche Datenbank angelegt (wenn noch nicht vorhanden) und ein Eintrag darin vorgenommen. Im Formular kann man weitere Einträge vornehmen, wie etwa den Autor des Artikels, ein Bild und weitere URLs zu Bildmaterial, sowie eigene Kommentare.

(Bild 3 - Recherche Datenbank)

WP075 Recherche Datenbank

 

Im Hauptfenster von Papyrus sieht das jetzt so aus: Oben im Navigator ist die "Dokument-globale Quelle" und im unteren Fenster (unter dem Reiter "Recherche") der Titel, die Quelle und der Inhaltstext aus der Datenbank.

Ich empfehle hier weitere Textblöcke von der Internetseite einzufügen, da man hier mit Enter Leerzeilen einfügen kann, während Enter in der Datenbank die Feldeingabe abschließt.

Im unteren Navigator-Fenster kann man nun Textstellen markieren und mit dem rechten Knopf der 5 Recherche Knöpfe in den Text kopieren (an der aktuellen Cursor-Position).

Die Knöpfe von links nach rechts:
Einen neuen Datensatz/Recherche anlegen
Aktuelle Recherche im Internetbrowser öffnen
Aktuelle Recherche in der Datenbank öffnen
Aktuelle Recherche löschen
Auswahl in den Text kopieren

(Bild 4 - Zitate einfügen)

WP076 Zitate einfügen

 

Die Recherche wird nun mit einer Sprungmarke (blaues Fähnchen) in Burgund (geschützt) und in Anführungszeichen abgelegt, so wie ich es in den Recherche Optionen festgelegt habe. Geschützter Text kann nicht geändert werden (solange der Schutz nicht deaktiviert wird) und sollte so übernommen werden, wie er in der Quelle vorkommt (inklusive "Tippfehlern" und echten Rechtschreibfehlern).

Ich nehme mir zur Veranschaulichung noch einen Artikel von FAZ.NET über den Bischof von Limburg und füge Angaben zum Autor, Bild, Erscheinungsdatum und Schlagwörter zum späteren schnellen Auffinden in der Datenbank vor.

(Bild 5 - FAZ-Artikel)

WP076 FAZ-Artikel

 

Ich kopiere nun auch einen Textabschnitt in den Haupttext, setze eine Überschrift und füge die Quellenangaben hinzu. Wenn ich die Quellenangabe direkt beim Zitat haben will muss ich das von Hand machen, oder alternativ im Menü Datei -> Erzeugen -> Zitate-Verzeichnis (Recherche) einen Datenbank-Report erstellen lassen. Dabei wird jede Zitat-Quelle auf einer Seite angezeigt und kann ergänzt, oder so zum Zitat in den Haupttext kopiert werden.
(Anm.: Wenn bei der Erzeugung des Zitat-Verzeichnisses die Datenbank den "Syntax-Fehler in Report-Formel Erscheinungsdatum Unbekanntes Symbol "Erscheinungsdatum" anzeigt, einfach die Meldung quittieren, der Report wird trotzdem normal erzeugt [ohne Erscheinungsdatum]).

(Bild 6 - FAZ zitieren)

WP077 FAZ Artikel

 

Wenn man bereits eine Recherche Datenbank erstellt hat und diese verwenden will, der muss seine Datenbank unter Dokumente -> Verzeichnisse/Links -> Recherche seine Datenbank öffnen. Ein Rechtsklick im Navigator bietet einen Menüeintrag: "Quellen aus DB hinzufügen", der dann einen Eintrag aus der Datenbank wieder in den Navigator übernimmt.

Der gewöhnliche Autor, der keine wissenschaftliche Quellen in seiner Prosa-Geschichte haben möchte (oder beim "Gerkeln" zumindest eine farbliche Kennzeichnung der "Platzhalter"), dem reichen vielleicht Quellenangaben. Oder er stellt diese in Fußnoten zusammen, damit der Leser den manchmal ganz interessanten Recherche-Pfaden und Gedanken des Autors folgen kann.

Im aktuellen Projekt von C.H. Illmann "Der Nekromant" sieht das so aus.

(Bild 7 - Quellen und Fußnoten)

WP078 Quellen und Fußnoten

 

Hier wurden die Dokumentglobalen Quellen an die entsprechenden Stellen im Kapitel gezogen wo sie das erste Mal erwähnt werden und mit einer Fußnote versehen.
(Den Cursor ans Ende des gewünschten Wortes -> Rechtsklick und Einfügen -> Fußnote auswählen)

Bei der Quellenangabe oder nicht wörtlichen Zitaten ist es üblich, ein "s. (siehe)" oder "vergl." (vergleiche) zu verwenden um die Quelle anzugeben.

Da niemand eine meterlange URL abtippt (hoffe ich zumindest), sondern eher Wikipedia aufruft und das Suchwort eingibt, ist hier in grau der Suchbegriff und als Quelle: Wikipedia angegeben. Hinter den hier grau dargestellten Suchbegriffen, verbergen sich jedoch die kompletten Links, die im eBook oder erzeugten PDF auf die richtigen Stellen verweisen. Lesen 2.0

Bei der Link-Erzeugung wird der gesamte Suchbegriff  markiert (damit er komplett als Link gekennzeichnet wird). Dann wieder ein Rechtsklick und "Erzeugen -> Hypertext-Link"

(Bild 8 - Hypertext-Link anlegen)

WP080 Links anlegen2

 

Es können Sprungmarken in diesem Dokument (oder anderen) verlinkt werden oder Internetadressen (URL).

Hier wird der Link zur Quelle in die URL kopiert und ein Klick auf "Anlegen" schließt den Vorgang ab.

(Bild 9 - Hypertext-Link Fenster)

WP079 Links anlegen